Folge 18

Aus U.S.S. Friendship

Zusammenfassung

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Autor: T'Pel
Titel: Folge 18

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Die Anweisung des Captains konnte gerade noch ausgeführt werden, bevor die Welle auf die Friendship traf.

Mit Mühe versuchte sich die Brückenbesatzung auf den Beinen zu halten, was leider nur bedingt von Erfolg gekrönt war.

Die beiden Mediziner und S’anra, gerade in den Turbolift getreten, wurden gegen die Wand geschleudert. Dabei wurde die Romulanerin von der Bahre geworfen und zog sich eine Platzwunde am Kopf zu.

„Mist!“, fluchte Lydecker leise vor sich hin, bevor sie über Com den Transporterraum rief. „Notfalltransport direkt auf die Krankenstation; drei Personen!“

„Tut mir Leid“, ertönte über Com die Antwort des diensthabenden Offiziers „die Transporter sind ausgefallen, sie müssen so auf die Krankenstation kommen. Transporterraum ende.“ Die beiden Mediziner sahen sich besorgt an und wanden sich dann ihrer Patientin zu. Hoffentlich war die Kopfverletzung nicht allzu schlimm, dachte Lydecker in dem Moment, als sich die Lifttüren an ihren Bestimmungsort öffneten.


„Bericht!“, rief Captain Leong in das Chaos der Brücke hinein, nachdem er sich wieder auf seinen Stuhl gesetzt hatte. „Schadensberichte kommen gerade rein“, ertönte T’Pel’s Stimme. In dem diffusen Licht des Gelben Alarms konnte er sie jedoch nicht ausmachen. „Transporter sind ausgefallen, in der Botanik fiel kurzfristig die Schwerkraft aus und die Krankenstation meldet 12 Verletzte, aber nichts Ernstes. Technikerteams haben sich bereits an die Reparation gemacht.“

„Gut“, sagte Shiong-Soon. „Nehmen sie Kurs auf den Cala-Sektor. Warp 7.“

„Aye, Captain“, sagte der Navigator und setzte den Kurs. „Beschleunigen.“, erwiderte Shiong-Soon und schon im nächsten Moment nahm er einen leichten Ruck wahr, der angab, dass sie auf Warp beschleunigt hatten. Dann bemerkte er neben sich Maverik reglos am Boden liegen. „Commander?“ Er kniete sich neben sie und legte ihr seinen Arm auf die Schulter, als sie sich regte, atmete er erleichtert aus. „Alles in Ordnung?“ „Ja. Geht schon.“ Zwar Zitterte ihre Stimme etwas, aber ansonsten schien sie unverletzt zu sein. Er reichte ihr seinen Arm, den sie auch dankend annahm.

Da ansonsten wieder alles seinen geregelten Gang auf der Brücke ging, kehrte er zu seinen Stuhl zurück.


Währenddessen versuchte Yanas dem Chaos auf der Krankenstation her zu werden. Was auch immer sie gerade getroffen hatte, ließ ihre medizinische Ausrüstung nur so in der Gegend herumfliegen. Hinzukamen die Verletzten, die inzwischen vermehrt eintrafen. Glücklicherweise war nichts allzu ernst, somit konnte sich ihr Team darum kümmern.

Weitaus mehr Sorgen bereitete ihr die vulkanische Blutkrankheit. Wenn sich herausstellen sollte, dass S’anra ebenfalls erkrankt war, hatte es sich vermutlich schon weit auf dem Schiff verbreitet. Da die Inkubationszeit nicht sehr hoch war, rechnete sie bald mit mehr Kranken. Selbst wenn es Medikamente gab, hätte die Krankheit nicht an Bord kommen dürfen.

Sie beschloss, sobald die unmittelbare Krise überwunden war, Nachforschungen anzustellen und alle Vulkanier zu sich zu zitieren. Nicht, dass jemand die Symptome solange unterdrückte, bis es wirklich zu spät war.


„Leider liegen uns zurzeit keine genaueren Informationen zur Katastrophe im Cala-Sektor vor. Mit Gewissheit lässt sich nur sagen, dass dies die Ursache für den nun zu verzeichnenden Börsencrash ist. Wie werden sie wie immer auf dem laufenden Halten“, erklärte Ezekiel freundlich in die Kamera lächelnd und beendete die Aufnahme.

Dann wand er sich wieder dem Treiben hinter sich zu. Noch immer versuchten die Broker soviel wie möglich von ihrem Geld zu retten. Was nicht wirklich von Erfolg gekrönt war und auf dem Überdimensionalen Bildschirm konnte man nach wie vor den Absturz der Kurse verfolgen.

Den Kopf schüttelnd beglückwünschte Ezekiel sich noch einmal dafür, dass er keine Aktien hatte. So verlockend die Gewinne auch sein mögen, das Risiko war viel zu groß. Wie man jetzt klar und deutlich sehen konnte.


Yanas war gerade dabei einer Schwester Instruktionen zu erteilen, als die Tür aufging und zwei Mediziner mit S’anra auf einer Bahre hereinstürmten. „Sie hat sich eine Platzwunde zugezogen, als wir von was auch immer getroffen wurden.“

Yanas wies die beiden an die Verletzte auf das nächste Biobett zu legen, während sie einen Trikorder holte. Ein kurzer Scan zeigte, dass es nichts Schwerwiegendes war. „Nehmen sie ihr schon einmal Blut ab“, wies sie Ensign Lydecker an und begann mit ihrer Behandlung.

Wenig später war S’anra stabilisiert und in einen ruhigen Schlaf gefallen. Die Platzwunde war behandelt, aber die Blutuntersuchung hatte zweifellos ergeben, dass sie mit der Blutkrankheit infiziert war.


Einige Stunden später konnte T’Pel endlich die Brücke verlassen. Regulär hätte ihre Schicht bereits vor vier Stunden geendet, jedoch war sie aufgrund der Schockwelle geblieben. Nun, da sie auf den Weg in den Cala-Sektor waren, bestand jedoch keine akute Gefahr mehr.

Bis zu der Besprechung hatte sie noch zwei Stunden Zeit. Bevor sie aber in ihr Quartier gehen konnte, musste sie noch einmal in die Krankenstation. Als die Schockwelle auf das Schiff traf, hatte sie sich das Handgelenk verstaucht.

„Lieutenant“, grüßte eine der Schwestern sie beim Eintreten. „Sind sie wegen der Untersuchung hier?“ „Untersuchung?“, fragte T’Pel mit hochgezogenen Augenbrauen. „Nun, wegen der Blutkrankheit“, sagte die Schwester lächelnd. „Damit im Falle einer Ansteckung diese so früh wie möglich erkannt und behandelt werden kann. Aber deswegen sind sie wohl nicht hier.“ „Allerdings nicht“, erklärte T’Pel. „Ich bin nicht krank.“ Sicher würde sie es bemerken, wenn sie sich angesteckt hatte. Da sie sich - abgesehen von ihrem Handgelenk - jedoch gut fühlte, war eine Infektion äußerst unwahrscheinlich. Außerdem hatte sie momentan genug zutun. In wenigen Stunden würden sie im Cala-Sektor eintreffen und bis dahin wollte sie noch eine Weile schlafen. Zum ersten Mal seit immerhin 37 Stunden. Inzwischen bedauerte sie es, letzte Nacht statt zu Schlafen an einem neuen Projekt gearbeitet zuhaben.

„Die Untersuchungen sind aber Pflicht“, warf die gerade hinzugetretene Yanas ein. „und sie dauern auch nicht lange. Folgen sie mir bitte.“ Da sie keine andere Wahl zu haben schien, folgte T’Pel der Ärztin und versuchte dabei, dass pochen in ihrem Handgelenk zu unterdrücken.

„Setzen sie sich, der Test dauert nur wenige Minuten.“ Nachdem T’Pel sich gesetzt hatte, nahm Yanas ihr etwas Blut ab. „Weswegen sind sie eigentlich gekommen?“ „Ich hab mir das Handgelenk verstaucht“, erklärte T’Pel. „Als die Schockwelle uns getroffen hatte, bin ich zu Boden gestürzt.“

„Was genau ist eigentlich geschehen?“, fragte Yanas. Man hatte sie bisher noch nicht informiert und sie wollte nicht warten, bis man es in zwei Stunden auf der Besprechung tat. T’Pel fasste kurz die Ereignisse zusammen, während Yanas ihr Handgelenk behandelte.

„Doktor“, unterbrach eine Schwester sie. „Die Blutuntersuchungen sind abgeschlossen. Der Lieutenant ist ebenfalls infiziert.“


Shiong-Soon starrte in seinem Bereitschaftsraum aus dem Fenster und dachte über die jüngsten Ereignisse nach. Gerade hatte er mit der Chefärztin gesprochen. Inzwischen waren alle Vulkanier und S’anra untersucht worden. Alle waren mit der Blutkrankheit infiziert. Er hatte veranlasst, dass alle Besatzungsmitglieder, die irgendwelche Symptome aufwiesen, sich sofort in der Krankenstation zu melden hatten.

Normalerweise wäre eine derartige Krankheit nicht weiter schlimm, jedoch war Ensign Savan - der als Erster mit Symptomen eingeliefert wurden war - gerade verstorben. Nun musste er die Familie informieren. Savan war gerade erst von der Akademie gekommen, seine ganze Zukunft lag noch vor ihm.

Captain Leong war es immer schwer gefallen, Untergebene zu verlieren. Aber diesmal war es nicht mal auf einer Mission geschehen, sondern wegen einer simplen Krankheit, die einfach zu spät erkannt wurde. Noch ein paar Stunden früher und die Medikamente hätten ihn vollständig geheilt.


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