Mission 2

Aus U.S.S. Friendship

Zusammenfassung

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Autor: Crew
Titel: Das Verschwinden von Palomar-Cygni 12

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Am Fenster des Besprechungsraumes der Friendship stand Commander Maverick und warf einen flüchtigen Blick auf Starbase 129, ehe sie an dem Tisch im Raum Platz nahm. Bis vor wenigen Minuten hatte sie den heutigen Morgen genutzt, die Raumstation ein wenig zu erkunden und einen ausgiebigen Spaziergang auf der Promenade zu machen. In der kurzen Zeit hatte sie nicht die Hälfte von alle dem gesehen, was sie sich vorgenommen hatte und doch kam sie sich vor, wie nach einem langen Tag der Wanderschaft. Jedenfalls war sie schon wieder - oder immer noch? - müde.

Wenn man die Station von einem Schiff aus, in einiger Entfernung betrachtete, traute man ihr diese immense Größe gar nicht zu. Es handelte sich aber nicht um den kleinen Außenposten, für den viele, die die Station nicht selbst kannten, sie offensichtlich hielten. Im Grunde war es doch eine Stadt, mit allen üblichen Einrichtungen und einer Parkanlage, die man durchaus als Sehenswürdigkeit bezeichnen konnte. Kein Vergleich zu den Arboreta, wie man sie auf Schiffen der Sternenflotte oder eben auf kleineren Stationen fand.

Doch bis zum Park war Mac auf ihrem Ausflug heute nicht gekommen. Der Rückruf zur Friendship hatte sie ihre weiteren Pläne aufschieben lassen. Ein neuer Auftrag schien auf das Schiff zu warten und um Genaueres dazu zu erfahren, wartete sie nun zusammen mit den restlichen Führungsoffizieren auf Captain Leong, der den Ruf vom Hauptquartier entgegen genommen hatte.

Mac schlug die Beine übereinander und ließ ihren Blick über die Anwesenden schweifen. Das Schiff war noch nagelneu, aber innerhalb kürzester Zeit arbeitete seine Crew bereits wie ein lange aufeinander eingespieltes Team zusammen. Vor ihrem Dienstantritt auf der Friendship hatte sie sich noch Gedanken darüber gemacht, wie lange es wohl dauern würde, diese Art der Zusammenarbeit auf dem neuen Schiff zu erreichen. Aber wie sich herausstellte, waren diese Überlegungen überflüssig gewesen.

An diesem Tisch saßen Profis, die sich nicht nur in ihrem jeweiligen Fachgebiet auskannten, dass man ihnen so schnell nichts vormachte; jeder von ihnen war auch in der Lage sein jeweiliges Team kompetent zu führen und damit den Ablauf der Arbeitsvorgänge schnell und effizient voranzutreiben. Und doch - irgendwie hatte das alles schon viel zu gut geklappt. Die Commander fragte sich, ob es da noch einen Haken gab. Vor Aufführungen von Bühnenstücken galt eine verpatzte Generalprobe als gutes Zeichen. Die Friendship hatte so etwas natürlich nicht gehabt. Trotzdem sagte ihr ihr angeborener Optimismus, dass es sicher keinen unvermittelten Einbruch des hervorragenden Zusammenspiels geben würde.

Mavericks Gedankengang wurde durch das Eintreten Captain Leongs unterbrochen. "Guten Morgen!", begrüßte er die anwesenden Offiziere, beim Umrunden des Tisches. Er nahm rasch Platz und begann dann die Besprechung. "Vor wenigen Minuten habe ich mit dem Hauptquartier gesprochen. Man betraut uns mit der Untersuchung des Palomar-Cygni-Systems." Mit einem Knopfdruck hatte der Captain einen Sichtschirm eingeschaltet, auf dem eine schematische Darstellung des besagten Systems erschien. Der äußere Planet war rot markiert. Shiong-Soon fiel auf, dass T'Pel beim Anblick des Schemas eine Augenbraue hochzog. Offensichtlich hatte sie auch etwas sagen wollen, schloss jedoch den Mund, um den Captain erst aussprechen zu lassen.

"Das System ist Ihnen bekannt?", fragte Leong an die Vulkanierin gerichtet.

"Ja Sir.", bestätigte sie und fuhr auf Geheiß des Captains fort: "Es ist eines der föderierten Randsysteme - unbewohnt. Es liegt außerdem am Rande zum Breen-Raum. Die Besonderheit des Systems ist die, dass es vermutlich entstanden ist, als vor Hunderttausenden Jahren der Kugelsternhaufen Palomar 5 unsere Milchstraße kreuzte. Eine weitere interessante Tatsache ist außerdem der äußere Planet des Systems. Die Umlaufbahn von Palomar-Cygni 12 ist so weitläufig, dass der Planet erst vor 14 Jahren dem System zugeordnet werden konnte. Auf seiner Bahn - und das ist das Interessante - kreuzt er die Bahn von Doagu 7, dem äußeren Planeten des Nachbarsystems, das schon im Breen-Raum liegt. Meines Wissens wurde bislang nicht erforscht, weshalb die jeweiligen Sterne der Systeme und ihre Planeten sich gravitativ nicht beeinflussen."

Leong nickte anerkennend. T'Pels Erklärung war in etwa die Kurzfassung dessen, was er sich in aller Eile an Informationen über das System noch zusammengesucht hatte, um für die Besprechung einige Details bereit zu haben. "Danke.", meinte er knapp, um hier einzusteigen. "Bisher konnte Palomar-Cygni 12 nicht erforscht werden, weil dieser Planet, wie gesagt auf seiner Bahn auch den Breen-Raum durchquert. Das Doagu-System ist außerdem bekannt dafür, dass die Breen dort selbst Forschungen betreiben, was experimentelle Technologien betrifft. Der Geheimdienst spricht aktuell von einer neuen besseren Tarntechnologie, aber das sind nicht mehr als Gerüchte, da die Breen, wie wir alle wissen, Meister der Geheimhaltung sind. Und nun zum Kern der Angelegenheit: Seit rund einem Monat wartet bereits ein Föderations-Forschungsteam darauf, Palomar-Cygni 12 zu untersuchen, sobald er auf seiner Bahn den Breen-Raum hinter sich gelassen hat. Doch er ist nicht aufgetaucht. Weder im Föderationsraum, noch auf unseren Sensoren. Es gab allerdings in letzter Zeit eine Reihe von Strahlungsspitzen aus dem Breen-Raum, die wir zunächst auf die Forschungsarbeiten geschoben haben - möglicherweise - und das sollen wir jetzt herausfinden - handelte es sich dabei aber nicht nur um die Arbeiten an neuen Technologien, neuer Schiffe oder Tarnungen bezüglich. Die Almagest wird uns für alle Fälle begleiten und die Leviosa bleibt bis auf Weiteres hier auf Abruf, falls wir weitere Verstärkung brauchen werden."

"Glaubt man im Hauptquartier, dass die Breen dahinter stecken? Wie könnten sie einen Planeten auf seiner Umlaufbahn aufhalten?", fragte Commander Maverick.

"Nun, es ist an uns, das herauszufinden.", antwortete Leong. "Es sind bisher auch keine Methoden bekannt, einen Planeten zum Beispiel zu verlangsamen - aber bei allem Misstrauen: Es ist, wie gesagt, nicht erwiesen, dass die Breen überhaupt etwas damit zu tun haben." Einen Moment wartete der Captain ab, ob es noch weitere Fragen gab. Dann wies er die Leute an: "Mister N'Daye, ich brauche eine Übersicht über bekannte technologische Neuerungen der Breen, die im Doagu-System getestet oder entwickelt wurden. Außerdem wäre alles hilfreich, was auch nur entfernt gravitativ oder wie auch immer Einfluss auf Palomar-Cygni 12 genommen haben könnte. Bei diesem Punkt wäre eine Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Team von T'Pel sicher hilfreich. Die sonstige übliche Bereitschaft brauche ich wohl nicht noch extra zu erwähen!?" Von allen Seiten erhielt er kurze Bestätigungen, dann löste Leong die Besprechung mit den Worten auf: "Gut, wir starten in 30 Minuten, die Koordinaten wurden bereits an die Navigation übermittelt. Wegtreten."


Die Friendship war seit einigen Stunden unterwegs und sie würden noch zwei Tage nach Palomar-Cygni brauchen. Der Flug verlief bisher ruhig und San'ra steuerte das Schiff gewissenhaft wie immer. Die Arbeit an Bord begann fast zu Routine zu werden, auch wenn alles für sie wohl immer irgendwie fremd bleiben würde. Es gab immer wieder Situationen die sie wieder daran erinnerten das dies nicht ihre Heimat war. Selbst die Crewmitglieder an Bord die zu anderen Föderationsvölkern gehörten schienen ihr hier mehr zu Hause zu sein als sie. San'ra schüttelte die Gedanken wieder ab. Sie war sicher nicht hier um Freundschaften zu schließen. Sie hatte eine Aufgabe und würde ihre Pflichten erfüllen. Das Breen etwas mit ihrem Auftrag zu tun hatten bereitete ihr ein eher ungutes Gefühl.


T'Pel brütete derweil über den wissenschaftlichen Informationen die es zu dem System und dem Planeten gab. Insbesondere was man sonst über das Breen System wußte und die letzten Überwachungsdaten und Strahlungsspitzen. Erinnerungsfetzen an ihre letzte Begegnung mit den Breen kamen wieder hoch. "Alles in Ordnung?", fragte Savvy. T'Pel schüttelte die Erinnerungen wieder ab und sah zu dem dunkelhäutigen Menschen rüber. "Alles in Ordnung... nur Erinnerungen. Sehen sie diese Spannungsausschläge ? Ich hätte zu gerne genauere Sensorscans von dem Gebiet zu diesem Zeitpunkt. Nicht mal die Breen dürften in der Lage sein einen Planeten anzuhalten. Wenn es eine signifikante Änderung der Masseverteilung in diesem Bereich geben würde, ließe es zumindest Rückschlüsse darauf zu ob der Planet vielleicht durch ein außer Kontrolle geratenes Experiment zerstört worden sein könnte und das diese Spannungsspitzen ausgelöst hatte.", antwortete sie. "Vielleicht eine Tarnung? Auch wenn das verrückt klingt." "Eine Art Tarnung die global für einen ganzen Planeten funktioniert ist unwahrscheinlich. Vorrausgesetzt sie wären in der Lage dazu sowas zu bauen, der Energiebedarf wäre so immens das sie schon eine Sonne anzapfen müssten. Das wäre weder effizient noch zu verbergen und würde auffallen." „Was könnte sonst noch eine solche Kraft haben um die Bahn eines Planeten zu beeinflussen? Ein Asteroideneinschlag? Ein schwarzes Loch?“ „Möglich, wobei ich die Bahnen der verzeichneten Asteroiden schon überprüft habe und ein schwarzes Loch würde ebenfalls charakteristische Emissionen ausstrahlen und seine Auswirkungen zu erkennen sein. Es würde mehr als nur die Bahn eines Planeten beeinflusst werden und in dieser Gegend gibt es kein schwarzes Loch. Aber wer weiß ob die Breen mit künstlichen Quantensingularitäten herumexperimentieren. Sie haben auch keine Skrupel Subraumwaffen zu entwickeln und einzusetzen.“, antwortete T'Pel.


Später verbrachte der Captain seinen Feierabend gerade damit sich fast schon liebevoll um seine Grünpflanzen zu kümmern. Es gab ihm eine gewisse Ruhe und war fast sowas wie meditieren während hier und dort ein verdorrtes Blatt abzupfte, die Pflanzen mit Wasser einsprühte und über die Mission nachdachte. Wenn Breen mit im Spiel waren, so wurde alles fast genauso unberechenbar wie wenn es etwas mit Romulanern zu tun hätte. Was ihn daran erinnerte das seine Navigatorin eine Romulanerin war. Aber sie hatte bisher immer pflichtbewußt verhalten und erfüllte ihre Aufgaben mit fast vulkanischer gewissenhaftigkeit. Wobei er diesen Vergleich sicher nicht ihr gegenüber erwähnen würde. Selbst wenn er nicht viel über sie wüßte, aber weder Vulkanier noch die mit ihnen verwandten Romulaner wurden gerne miteinander verglichen. Er hatte eine gute Crew, dessen war sicher. Sie würden versuchen herauszufinden was es mit dem verschwinden des Planeten auf sich hatte. Wie die Breen darauf r eagieren würden, würde man sehen. Sie würden die Grenze allerdings nicht überqueren. Leong holte sich einen Tee und machte es sich dann mit einem Buch auf dem Sessel gemütlich.


Lt.jr. Aenikh verbrachte ihre Freizeit oft mit D'elo spielen an einem Tisch in einer ruhigen Ecke der Bar. Daran das eine Andorianerin diese Bar führte hatte sie sich gewöhnt, auch wenn sie immer wieder ein ungewöhnlicher Anblick war. Sie war in ihrem Leben noch nicht viel mit anderen Völkern oder Kulturen zusammengetroffen, daher war dies eine neue Erfahrung. Äußerlich mochte sie eher ruhig und zurückhaltend wirken, aber das lag mehr daran das sie sich hier erstmal einleben und einen, Terraner würden es vielleicht Kulturschock nennen, verarbeiten musste. Im Grunde war es natürlich aufregend und sie war schon immer neugierig gewesen, aber gerade diese Neugier in Verbindung mit ihrer Hartnäckigkeit hatte sie quasi erst in diese Lage gebracht. Sie wußte das die offizielle Geschichte vermutlich etwas geschönt worden war. Irgendwo hoffte sie immer noch das sie irgendwann wieder die Möglichkeit hätte zurückzukehren. Als sie die Bar betrat fand sie ihren üblichen Tisch allerdings schon von einem Crewmitglied besetzt. Sie erkannte den jungen Terraner. Er war an den Tisch getreten als sie sich gerade mit T'Pel unterhalten hatte. Er schien für terranische Verhältnisse wohl eine Art Frauenschwarm zu sein der glaubte sogar eine Vulkanierin erweichen zu können. Darüber musste sie immer noch schmunzeln. San'ra trat an den Tisch und nickte ihm leicht grüßend zu als er aufsah. „Hallo, Lt.“, begrüßte er sie mit einem lächeln das man wohl für charmant halten sollte. „Hallo... kann ich mich dazu setzen ?“, fragte sie mit einem andeutungsweisen lächeln. „Bitte, natürlich.“ San'ra legte das kunstvoll verzierte Kästchen das sie bei sich trug ab und nahm Platz. Sie bemerkte wie der Lieutenant das Kästchen neugierig musterte. „Was ist das?“ Sie öffnete es und man sah das es wohl sowas wie Spielsteine und Stäbe enthielt. Es ähnelte dabei vielleicht einer Art Mikado am ehesten. „Es ist ein Spiel. Es heißt D'elo. Man kann es auch alleine spielen. Ich dürfte auf diesem Schiff ja nur schwer andere Mitspieler für romulanische Spiele finden. Entgegen vielleicht mancher Propaganda geht es sicher nicht nur um tarnen, täuschen und Intrigen.“, antworte sie mit einem hintergründigen lächeln. Sebastiao musste doch leicht grinsen. Auch wenn er diese Romulanerin schwer einschätzen konnte, diese Gesellschaft könnte interessant werden. „Täuschen sie sich da mal nicht. Vielleicht würden sie es mir erklären ?“ Es wäre gespannt darauf wie sehr sie sich von der Vulkanerin unterscheiden würde. Abgesehen davon, wann würde er sonst einmal die Gelegenheit haben eine Romulanerin näher kennen zu lernen. Es hatte etwas von einer gewissen Gefahr, aber das Spiel mit dem Feuer war ihm schließlich nichts unbekanntes. San'ra dagegen blieb seine Neugier kaum verborgen. Der Mann interessierte sie aber nicht wirklich. Er saß nur zufällig an dem Platz an dem sie sonst immer saß. Außerdem war sowieso kein Tisch mehr wirklich ganz frei, also setzte sie sich aus Prinzip schon an den Platz an den sie immer saß. Selbst wenn sie dort nicht allein war. Sie würde sowieso nicht auf Dauer allen aus dem Weg gehen können. „Wenn Sie wünschen? Das könnte man wohl einen kulturellen Austausch nennen. Ich habe noch ein anderes Spiel wo es um mehr Strategie, Geschick, Taktik und die Fähigkeit sein wahres Ziel zu verstecken geht. Es gibt einen terranischen Begriff dafür. Bluffen, glaube ich. Wurde in Verbindung von Kartenspielen erwähnt mit der Fähigkeit sich nichts anmerken zu lassen. Schach scheint auch ein interessantes Spiel zu sein das ich bei Gelegenheit einmal ausprobieren würde.“


Langsam zogen die Sterne ihre Bahnen über den Himmel. Die Nacht war klar. Genauer betrachtet, waren alle Nächte auf diesem Planeten klar. Knackende Kälte beherrschte die Oberfläche und sorgte dafür, daß fast die gesamte Atmosphäre sich in Ozeanen verflüssigte. Der kärgliche Rest war gerade gut genug, einigen absonderlichen Spezies das Überleben zu sichern.

Eine zweite Sache war ungewöhnlich an diesem Ort. Es herrschte immer Nacht. Egal auf welchem Platz des Globus man sich befand, ihn umgab nur das Licht der entfernten Sterne. Palomar Cygni war ein wandernder Planet ohne Heimatstern.

Auf einem dieser Plätze stand Gr'nka und fühlte sich sichtlich wohl. Ab und zu hob er die Hand und führte ein kleines Atmungsgerät an sein Gesicht, um diejenigen Gase zu atmen, von denen dieser Planet zuwenig bot. Obgleich die Gegend für seinen Geschmack auf Dauer zu dunkel war, fühlte er sich zuhause. Abseits der eigenen Raumschiffe und der Heimat haßte er es, die Kälteanzüge tragen zu müssen. Hier brauchte er sie nicht.

Er bückte sich und hob einen kleinen Stein auf. Halb faustgroß und glatt wog er ihn in der Hand, während er gedankenverloren weiterlief. Sanft strich er mit dem Daumen über dessen flache Stelle. Obwohl Tageszeiten an diesem Ort keinen Sinn hatten, war er auf dem Weg zu seiner Frühschicht. Die Unterkunftskuppel hatte er vor kurzem hinter sich gelassen. Er zog es vor, das Bodenfahrzeug nicht zu benutzen und freute sich jedes Mal auf seinen kleinen Spaziergang.

Durch seine Nachtsichtbrille erspähte er seinen liebgewonnenen Kohlendioxidsee. Den kurzen Umweg auf dem Weg zur Arbeit gönnte er sich gern. Kurz verweilte er am Ufer und genoß die Aussicht. Noch einmal wog er den Stein und legte ihn sich dann auf die Finger. Mit einer kräftigen Bewegung schleuderte er er ihn flach auf die Flüssigkeit und freute sich, wie er fast ein Dutzend Mal auftitschte, ehe er versank.

Sein Zeitmesser gemahnte ihn weiterzugehen. Die Forschungsarbeiten warteten nicht auf den Breen.


Nachdenklich stand Shiong-Soon im Rahmen der Tür, der den Wohnbereich seiner Kabine mit der Naßzelle verband. Er hatte ein Badetuch um seine Hüften geschlungen und lehnte mit der einen Hand an der Wand. „Wo kann der Planet abgeblieben sein?“, fragte er sich selbst. Fast schleichend tappte er mit blanken Füßen in Richtung seines Betts. Ordentlich lag darauf die frische Uniform, die er zehn Minuten zuvor dort bereitgelegt hatte. Noch während er begann, sich anzuziehen, tippte er auf das Wanddisplay. „Computer, zeige mir noch einmal den letzten Bericht von Lieutenant T'Pel.“

„Nächste Seite“, forderte er das Gerät auf, als das Hemd über seinen Oberkörper fiel.

T'Pel hatte die wenigen Vermutungen und Hypothesen gut aufbereitet und auf das Wesentlichste beschränkt. Palomar Cygni hätte auf einem elliptischen Kurs seit drei Wochen den Föderationsbereich durchqueren müssen. Die U.S.S. Friendship hatte den berechneten Weg zweimal mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten abgeflogen und mit verschiedenen Sensorkonfigurationen untersucht.

Die Vulkanierin schloß die Zerstörung des Planeten aller Wahrscheinlichkeit nach aus. Sämtliche fatale bekannte Raumphänomene hinterließen eine mehr oder weniger große Trümmermasse.

Nachdem er die Schuhe angezogen hatte, stand Captain Leong auf und wandte sich dem Display zu.

Eine realisierte Tarnung war nicht vollständig ausgeschlossen, doch sie schätzte deren Wahrscheinlichkeit ebenfalls sehr gering ein. Dagegen sprach der Aufwand und der mutmaßliche Energiebedarf. Nach allen bekannten Techniken hätte die große Schwerkraft Palomars obendrein nicht vollständig verschleiert werden können.

„Nächste Seite.“

Die abschließende Seite des Berichts endete mit einigen Mutmaßungen. Die Vulkanierin wollte die Existenz unbekannter physikalischer Effekte nicht gänzlich ausschließen. Als Referenz gab sie den nicht vollständig verstandenen Prozess aus einem Protokoll der Trill Jadzia Dax über den Planeten Meridian an.

„Aldea“, dachte Shiong-Soon laut. „Bitte wiederholen Sie die Eingabe“, beschwerte sich höflich der Computer. Mit zwei Tastendrucken beendete er den Computer und damit die Anzeige der Analyse. Er wandte sich seinen Pflanzen zu und strich ihnen sanft über die grünen Blätter. „Wir sollten eine Anfrage an die Aldeaner schicken. Vielleicht können sie uns mitteilen, wonach wir suchen müßten, wenn jemand ihre Technik nachgebaut haben sollte.“

Mit diesen Gedanken betrachtete er sich im Spiegel, fuhr sich kurz durch die Haare und verließ sein Quartier in Richtung Brücke.


Gr'nka legte die rechte Hand auf das Gebäude vor ihm. Die in der Wand eingelassene Sensorfläche erkannte ihn als den, der er war und piepte bestätigend. Unbewußt trat er einen Schritt nach links und wartete, daß sich die zwei Hälften der Schiebetür zur Gänze geöffnet hatten. Er setzte seinen Weg fort und beachtete die Kristallpflanzen nicht weiter, die den Flur links und rechts säumten und zierten.

„Guten Morgen“, hörte er eine weibliche Stimme halb hinter ihm. „Guten Morgen, Qalpsa“, erwiderte er den Gruß. „Auch wieder bereit, die unzähligen Mysterien des Universums zu ergründen?“, fragte er sie und verlangsamte dabei seine Schritte, damit sie aufholen konnte. „Das fragst Du mich doch jedes Mal.“ - „Und was ist die Antwort?“ - „Meine Antwort ist Ja, wie jedes Mal“, sagte sie und lächelte.

Beide näherten sich dem Ende des Flurs, an dem eine Schiebetür offenstand. Sie gingen hindurch und sahen sich drei weiteren Kollegen gegenüber. Sie waren ein eingespieltes Team, seitdem Gr'nka entdeckt hatte, daß Palomar Cygni verschwinden würde. Sie hatten gerade eben genug Zeit gehabt, einen Forschungsposten auf dem Planeten zu errichten. Sie hatten sich von ihren Familien überhastet verabschiedet. Niemand wußte, ob es eine Reise mit Wiederkehr sein würde. Ein Himmelsfahrtskommando. Doch Qalpsa hatte recht behalten.

„Dann laßt uns anfangen“, schlug der Breen an der Kopfseite des Versammlungstisches vor. „Die Beobachtungen der 'Nacht' zeigen die üblichen Fluktuationen im Gravitationsschaum ab ca. 10 Kilometern Höhe.“

Qalpsa und Gr'nka hatten ein gutes Dutzend Forscher für sich gewinnen können, die das Wagnis eingegangen waren. Der Kurs des Planeten hatte ihn im letzten Zyklus auf einen Pfad geführt, der ihn durch ein interessantes Raumgebiet geführt hatte. Den Befürchtungen zum Trotz wurde er durch die dortigen Naturphänome nicht zerstört. Im Gegenteil ließ es sich hier an der Oberfläche weiter angenehm leben.

Der Planet war unbeobachtbar geworden. Das Grüppchen hier in der Kuppel hatte die Aufgabe herauszufinden, was geschah. Viel wichtiger noch: Wie man den Effekt technisch wiederholen konnte. Eine der wichtigsten offenen Fragen blieb jedoch ... war der Effekt umkehrbar?


„Captain, wir erhalten eine Subraumbotschaft von Aldea. Er ist mit Governess Rashella unterzeichnet“, meldete die Romulanerin S'anra i-Naran t'Aenikh. „Legen Sie es mir auf meinen Bildschirm“, bat der Halb-Malaye und lehnte sich nach links, um auf das eingelassene Display in seinem Stuhl zu schauen. Mit einigen Tastendrucken rief er die Botschaft auf.

„Seien Sie mir gegrüßt. Nach einigen Absprachen mit unseren Wissenschaftlern übersende ich Ihnen die angehängten Dokumente. Sie enthalten die Beschreibung der Tarnvorrichtung unseres Planeten, soweit wir diese bislang rekonstruieren konnten. Ich hoffe, sie werden sie nutzbringend verwenden können. Rashella“

Bedächtig richtete sich Shiong-Soon in seinem Sessel wieder auf, nachdem er sich seitlich abgestützt hatte. „Leong an Wissenschaft“, eröffnete er einen Kanal. „T'Pel hier“, meldete sich fast verzögerungsfrei die Leiterin der entsprechenden Abteilung. „Lieutenant, ich leite Ihnen einige Berichte des Planeten Aldea weiter. Ich möchte, daß sie diese daraufhin untersuchen, ob sie möglicherweise auf das Verschwinden von Palomar Cygni anwendbar sind.“ Mit einem nicht sichtbaren leichten Nicken beantwortete die angesprochene den Befehl mit einem: „Aye, Sir“, und beendete damit die Verbindung.


"Wir haben also die Unterlagen auf dem Tisch. Und wie soll es nun weitergehen?" Alan Bierko war im zweiten Jahr Fähnrich und befand sich zum ersten Mal auf einer Langstreckenmission, die ihn so weit von zu Hause weg führte. Er betrachtete kritisch die Anzeigen auf dem Display vor sich und versuchte die dargestellten Informationen in einen Zusammenhang zu bringen.

"Aldea hat es über Jahrzehnte geschafft seinen Planeten zu tarnen", erwiderte ihm sein Gegenüber.

"Aber das hat sie unfruchtbar gemacht und beinahe ausgerottet." Alan kannte die Umstände, die bei diesem Planeten berücksichtigt werden mussten. "Was bedeutet, das die Technologie überhaupt nicht ausgereift war."

Erneut stimmte ihm Clarence Mitchum zu. Der Techniker reichte ihm ein Padd mit zusätzlichen Daten, die sie selbst gesammelt hatten. "Aber, ich denke, dass das den Breen egal sein würde."

Bierko schien mit der Antwort nicht zufrieden. Er zeigte das jugendliche Unverständnis, das typisch für sein Alter war. "Warum sollte man seine eigenen Leute in Gefahr bringen?"

"Warum werden Kriege begonnen?"

Der Fähnrich zog die Stirn kraus und analysierte wieder die bisherigen Fakten. "Er kann also nicht zerstört worden sein?", fragte er schließlich.

"Nein, denn dann müsste noch irgendetwas von ihm zu finden sein. Nichts löst sich in Staub auf oder hört plötzlich auf zu existieren."

Und damit hatte Clarence recht. Auch jetzt, wo sie von einer Tarnung ausgingen, suchten sie nach Überresten, einem Abdruck oder einer Spur. Nichts und niemand verschwand einfach.

"Könnte es mit dem Subraum zusammenhängen?"


"Dem Subraum?" Yuna stellte ihr halb geleertes Glas auf den Tresen und sah die Barkeeperin an.

"Zumindest ist es das, was man sich erzählt", bestätigte Felina, die ein bedeutungsvolles Gesicht machte. Subraum, das war etwas, mit dem sich Meridic auskannte. Zumindest mit dem Teil, der zum Nexus gehörte. Sie erinnerte sich an die Zeit, die sie dort verbracht hatte und den Schock, den sie alle hatten erleiden müssen. Sie rutschte auf ihrem Barhocker nach vorn und lehnte sich auf die Bar. "Der Planet ist im Subraum verschwunden?" "Vermutet jedenfalls Fähnrich Bierko." Sie deutete auf den kleinen hageren Mann, der am Ende der Starlight Bar stand und von einer Gruppe Crewmitglieder umgeben war, die ihm aufmerksam zuhörten.

"Was erzählt er denn sonst noch so?"

"Dass die Breen kleine Kinder fressen und durch Wände sehen können."

Yuna lachte über diesen Kommentar. "Verstehe." Sie nahm einen neuen kräftigen Schluck aus ihrem Glas und stand dann auf. "Zeit für mein Bett", entschied sie und verabschiedete sich von der Barkeeperin. Im Vorbeigehen warf sie Bierko einen vielsagenden Blick zu, der ihn kurz irritiert inne halten ließ.

"Kleine Kinder fressen", wiederholte die Counselor, als sie im Turbolift stand und lächelte erneut über diese Behauptung. Es war richtig, dass die Breen zu dem Volk gehörten, dass sie mit am Wenigsten kannten. Es war schwer einen Gegner einzuschätzen, den man nicht kannte. Und ähnlich, wie im Mittelalter der Erde galten auch in heutiger Zeit noch viele unbekannte Dinge als /Hexenwerk/, die einem Angst machten und nachts nicht schlafen ließen.


"Angenommen, nur rein theoretisch, wir haben es hier mit einem Subraumphänomen zu tun", sagte Clarence langgezogen, der einen aufgeregt wirkenden Fähnrich vor sich sitzen hatte. "Und angenommen, der Planet sei von diesem Subraum-Band-Loch-Welle wie auch immer getroffen worden..."

Alan konnte nicht abwarten. "Das ist möglich! Die Borg benutzen schon seit Jahren diese Technologie, um mit ihren Schiffen, mittels Subraum-Abkürzung, von A nach B zu kommen." Mitchum hob abwehrend die Hände. "Gut, ist ja schon gut. Also, mal angenommen, das würde funktionieren, woher sollten die Breen, von denen wir in deiner Theorie ausgehen und was wir immer noch nicht genau wissen, so viel Energie haben?"

"Ist das nicht erst mal nebensächlich? Wir sollten T'Pel sagen, dass sie nach Tachyonen scannen soll", sagte Alan wie selbstverständlich. "Was sie schon macht. Denkst du unsere Wissenschaftschefin weiß nicht, wonach sie suchen muss?" Es klang väterlich und Mitchum musste über den eifrigen Fähnrich grinsen.

"Hat sie Tachyonen gefunden?" - "Ja", bestätigte der Ältere.

Bierko sprang fast von seinem Stuhl. "Dann wissen wir Bescheid, es hat etwas mit dem Subraum zu tun!", sagte er triumphierend, doch der andere hielt ihn am Arm fest.

"Es könnte genau so gut auch einen anderen Grund für die Tachyonen geben. Vergiss nicht, wir haben immer noch die Möglichkeit, dass das System der Aldeaner verwendet wurde, oder etwas Vergleichbares."


Tara saß mit Eric auf dem Boden ihres Zimmers und baute ein Wüstenschiff zusammen. Ihr Bruder half ihr bei der Schulaufgabe und befestigte die Sonnenkollektoren auf dem oberen Deck des bräunlichen Modells.

"Merry sagt, dass die Breen noch schlimmer seien als die Borg. Die können nämlich nur durch den Subraum fliegen. Aber die Breen können sogar durch massive Wände laufen und so alle Barrieren überwinden", sagte Tara plötzlich und legte den Pinsel, mit welchem sie die Außenwände getüncht hatte zur Seite.

"Quatsch!", sagte ihr Bruder überlegen, doch Tara war verunsichert.

"Das hat sie aber gesagt. In der Technikabteilung arbeitet man schon an einem neuen Schutzschild, damit sie nicht nachts einfach so auf das Schiff beamen können und uns entführen." - "Als wenn die Breen das machen würden."

Erics Schwester wurde trotzig. "Die können ganze Planeten verschwinden lassen!"

"Wenn das so wäre hätte Dad uns das sicherlich erzählt."

"Oder er sagt es uns nicht, damit wir keine Angst haben!"

Schweigend sahen sich die beiden einen Moment lang an, dann nahm Tara den Pinsel wieder in die Hand. "Ich schlafe heute Nacht nicht alleine in meinem Zimmer!", sagte sie entschieden.


"Auf dem ganzen Schiff kursieren Gerüchte zu diesem Thema, die Kinder haben bereits Angst und die ersten Besatzungsmitglieder fangen an sich misstrauisch umzusehen", erklärte Meridic dem Captain. "Die Unwissenheit und dieses /Nichts-Genaues-weiß-man-nicht/ trägt nicht zur Moral der Crew bei."

Shiong-Soon lehnte sich hinter seinem Schreibtisch zurück und sah die Counselor bedächtig an. "Bisher haben wir nichts in der Hand", sagte er schließlich.

"Das ist mir bewusst", nickte Yuna und faltete die Hände im Schoß. "Ich geben Ihnen auch lediglich ein Bild der allgemeinen Stimmung an Bord. Ändern können wir an der derzeitigen Situation nichts."

"Was schlagen Sie also vor?"

"Nichts, Sir." Sie legte den Kopf schief. "Vielleicht sollten Sie mit Alan Bierko sprechen."

Leong richtete sich auf und Yuna fuhr fort. "Er ist sehr eifrig, aber er neigt auch zu Übertreibungen. Wir wissen nicht, ob die Breen in diese Sache verwickelt sind, auch wenn die Wahrscheinlichkeit hierfür sehr groß ist. Seit wir diese hohen Werte an Tachyonen gefunden haben, und davon ausgehen können, dass wir es mit einem Subraumphänomen zu tun haben, ist die Vorstellung, die Breen seien in der Lage eine so große Veränderung im Weltraum zu erzeugen, äußerst beunruhigend. Ohne dass erzählt wird, die Breen fräßen kleine Kinder." Der Captain verstand und rang sich ein halbes Lächeln ab.

"Vielen Dank." Meridic erhob sich und legte ihm ihre Analyse in Form eines Padd auf den Schreibtisch, dann verließ sie sein Büro.

Die Counselor hatte gerade den Turbolift erreicht, als eine Erschütterung durch das Schiff fuhr und sie fast zu Boden geworfen hätte.

Der Rote Alarm leuchtete auf der Brücke auf und aus der Tür, durch die sie so eben getreten war, eilte Leong auf selbige. "Schadensbericht!"


„Die Schilde sind um 50% gesunken Sir“, kam sofort als Antwort. „Es sind mehrere Schiffe der Breen. Sie kontaktieren uns.“

„Auf den Schirm“, sagte Leong.

„Hier ist Grenu, Captain des Schiffs Borain, was suchen sie hier?“, sagte Grenu in einem aggressiven Ton.

„Hier ist Captain Leong der USS Friendship. Wir sind hier her geschickt worden, um zu Forschen“, entgegnete Leong dem Captain der Borain.

„Captain, ich muss sie bitten dies zu unterlassen. Entfernen sie sich aus diesem Raum oder wir sind gezwungen, ihren Forschungstrupp zu zerstören. Wollen sie dieses Risiko eingehen oder entfernen sie sich freiwillig?“

Der Captain überlegte kurz. Sie waren den Breen eindeutig unterlegen. Eine Gegenwehr war jetzt eindeutig die falsche Lösung.

„Wir werden uns zurückziehen“, antwortete Leong. Normalerweise hätte Captain Leong das Föderationsgebiet gegen die Eindringlinge verteidigt, jedoch waren die Breen in der Übermacht. Das Forschungsteam entfernte sich nur so weit um aus der Gefahr herauszukommen und beobachtete die Breen aus der Entfernung. Der Captain begab sich in sein Büro und kontaktierte das Hauptquartier, um dieses über den Vorfall zu informieren.


Auf dem Schiff gingen Gerüchte herum, weswegen die Breen sie so schnell verjagen wollten. Meridic hörte an allen Ecken, die Breen würden sicher bald in der Lage sein, die Föderation anzugreifen. Viele Crewmitglieder kamen zum Counselor mit ihren Befürchtungen. Oft auch Eltern mit ihren Kindern, welche nachts nicht schlafen konnten. „Warum wollten die Breen uns nur verjagen?“, fragte sie sich auch selbst.

Sie setzte sich an einen Tisch in der Bar, schaute aus dem Fenster und versank in ihren Gedanken. T’Pel ging in die Richtung ihres Tisches. „Ist hier noch frei Counselor?“, fragte T’Pel und in dem Moment bemerkte Yuna erst ihre Anwesenheit. „Ja, hier ist frei“, entgegnete die Counselor. „Was vermuten Sie warum die Breen uns verjagen wollten?“, fragte Meridic sachlich ohne beunruhigt zu klingen. „Es scheint so als ob die Breen etwas verheimlichen, aber was kann ich ihnen auch nicht sagen.“ Meridic wusste, dass diese Antwort käme und hätte sich lieber eine andere Antwort gewünscht. Dann bemerkte sie, dass sie schon eine ganze Weile da saß und stand von ihrem Platz auf. „Nun Lieutenant, ich werde nun wieder zu meiner Arbeit zurückkehren.“

Beim Eintreten in den Turbolift, wurde ihr klar, wie sinnlos es war, sich darum Gedanken zu machen, was nun wirklich die Breen zu verheimlichen hatten. Es könnte vieles sein und sie als Counselor sollte viel positiver denken und wirken.


Einige Tage später schickte das Hauptquartier der Friendship Verstärkung, für den Fall, dass die Breen, wieder angreifen sollten. Jedoch tat sich nichts mehr hinsichtlich eines Angriffs und die Forscher der Friendship setzten ihre Forschungen fort.

Das Wissenschaftsteam empfand es schwierig herauszufinden, weswegen dieser Planet verschwunden war. „Es hat eindeutig was mit dem Subraum zu tun“, redete T’Pel vor sich her.


Nach Beendigung ihrer Arbeit kam Yuna zurück in die Bar. Sie setzte sich an den Tresen, um herauszufinden, was Felina von den Crewmitgliedern gehört hatte. Als Barkeeperin hatte Felina viel Umgang mit der Crew und war bestens informiert.

„Guten Tag Counselor, was darf ich Ihnen bringen?“ - „Naja, ich würde gerne etwas trinken. Haben Sie eine Empfehlung für mich?“- „Wie wäre es mit einem Pfefferminztee? Der bekommt Ihnen jetzt bestimmt gut, bei dem ganzen Wirbel auf dem Schiff“, sagte Felina mit einem Lächeln. „Ja gerne“, entgegnete Yuna und lächelte der Andorianerin zurück.

Felina replizierte sofort einen warmen Pfefferminztee. „Die Stimmung an Bord ist zur Zeit etwas durcheinander, wie schafft man es da bloß als Counselor so ruhig zu bleiben?“, fragte Felina während sie Yuna ihren Tee hinstellte. Meridic nahm erst einen Schluck, stellte die Tasse vor sich hin, sah sie nachdenklich an und begann dann zu reden.

„In der Tat ist Sie durcheinander, aber als Counselor sollte man die Nerven behalten und sich nicht mit der Stimmung anderer mitreißen lassen.“ - „Ja, da werden Sie wohl recht haben. Irgendjemand sollte ja den Kopf behalten“, sagte Felina, die mit diesen Worten einer Meinung war

„Was haben Sie denn gehört von den Crewmitgliedern?“, lenkte Yuna vom Thema ab. „Nun, viele haben Angst vor den Breen. Was ja auch sehr verständlich ist. Alles was ungewiss ist, macht einem Angst. Es war schon immer so, dass es viele ungewisse Dinge gab und die Föderation ist im Weltraum, weil sie diese erforschen möchte und da ist Angst fehl am Platz“, sagte Felina. „Ja, das stimmt“, antwortete Yuna und nickte dabei. „Ich finde es da sehr gut, wenn es eine gute Counselor wie Sie am Bord gibt. Viele sind froh Ihre Hilfe zu bekommen.“ Meridic war froh dies zuhören, denn sie wollte der Crew helfen so gut es ging.

Im nächsten Moment kam T’Pel zur Tür rein, die sich eine kurze Pause nehmen wollte. Eigentlich wollte sie möglichst schnell herausfinden, was mit diesem Planet ist, weil ihre Gedanken nur um diesen verschwundenen Planeten kreisten. So langsam merkte sie aber, dass sie sich ein wenig überanstrengte. Die Wissenschaftsoffizierin setzte sich neben Yuna an die Bar.

„Guten Tag Lieutenant T’Pel, was darf ich Ihnen bringen?“, begrüßte Felina die Lieutenant freundlich. „Ich habe seit einer Weile nichts mehr gegessen, eine Plomeek-Suppe wäre angebracht“, entgegnete T’Pel. „Kommt sofort“, sagte die Andorianerin.

„Wissen Sie schon mehr über den Planeten?“, fragte Yuna während Felina sich um die Suppe kümmerte. „Nein. Es scheint so als sei der Planet im Nichts verschwunden. Das ist allerdings unmöglich, schließlich gibt es für alles eine Erklärung.“ - „Ja, das wäre zumindest logisch“, sagte Yuna. „Es hat aber bestimmt was mit dem Subraum zu tun?“, wendete Felina ein, die das Gespräch der beiden mithörte und gerade T’Pels Suppe brachte. „Hinweise auf etwas anderes, wurden bisher nicht gefunden. Daher deutet bisher alles auf den Subraum.“ antwortete die Vulkanierin. „Wie weit haben sie den Raum denn schon erforscht? “, fragte Meridic. „Es wurde schon fast der gesamte Raum erforscht“, sagte T ’Pel. „Das heißt, es dürfte nicht mehr lange dauern etwas zu finden, wenn dort etwas ist“, wendete Felina ein. „So sieht es aus“, sagte T’Pel.

„Ich werde mich nun mal wieder in mein Quartier begeben, ich hoffe sie finden den Grund, für dieses mysteriöse Verschwinden“, sagte Yuna und ging aus der Bar.

„Ich hoffe ebenfalls wie die Counselor, dass sie den Grund finden. Die Crew nimmt die ganze Sache mit und Ruhe würde so langsam nicht schaden“, sagte Felina und seufzte. T’Pel, welche die ganze Sache zwar auch beschäftigte, aber nichts von der Emotion „Angst“ wissen wollte, wusste Nichts darauf zu sagen außer „In der Tat beeinträchtigt diese Sache die Effizienz der Crew“. Die Bar wurde langsam voller und die Andorianerin musste sich um die Kunden kümmern. Sie kam nicht mehr dazu T’Pel weitere Fragen zu stellen, was sie gerne getan hätte. Nicht Fragen zu der Forschung, sondern mehr zu ihrer Person. Es war schwer etwas über Vulkanier herauszufinden.

Nach dem T’Pel ihre Suppe gegessen hatte, begab sie sich wieder an die Arbeit.


Wenige Stunden später fand sie den Grund für das Verschwinden des Planeten. „T’Pel an Captain Leong, wir haben die Lösung”, sagte sie. „Gute Arbeit T’Pel. Kommen sie in mein Büro!“


„Sir, die Breen haben nichts mit dem Verschwinden, des Planeten zu tun“, sagte T’Pel.

„Das ist ja mal eine gute Nachricht“, entgegnete Leong. „Was ist den nun genau passiert, mit dem Planeten?“

„Wie schon vermutet, hatte es mit dem Subraum zu tun. Er ist aufgrund eines natürlichen Phänomens verschwunden. Er ist in einen Subraumriss geraten.“ „Ein Subraumriss also. Und wieso waren die Breen so vernarrt uns aus dem System zu vertreiben?“, entgegnete Leong, den dies etwas verwirrte. „Die Breen haben vermutlich genau wie wir geglaubt, dass es sich hierbei um eine neuartige Technologie handelt. Die Befunde für den Subraumriss sind allerdings auf der Seite der Föderation, somit mussten die Breen in unseren Raum um jeden Preis eindringen um ihre Forschungen zu beenden. Wahrscheinlich haben sie den genauen Grund jetzt auch erfahren und haben deswegen keinen erneuten Angriff gestartet.“

„Gut das wir das geklärt haben“, sagte Leong und T’Pel nickte darauf. „Die Crew sollte möglichst schnell von den Forschungsergebnissen erfahren. Die Counselor wird sich auch freuen, demnächst etwas mehr Ruhe zu kriegen.“


Auf dem Schiff kehrte ziemlich schnell wieder Ruhe ein. Alle waren erleichtert, dass es sich bei dem Verschwinden des Planeten um einen Subraumriss handelte und sich keines Wegs eine Bedrohung der Breen rausstellte.


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