Folge 16

Aus U.S.S. Friendship

Zusammenfassung

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Autor: S'anra i-Naran t'Aenikh
Titel: Folge 16

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Der neue Tag brachte für S'anra und den Rest der Crew auch Neuigkeiten. In der einberufenen Crewbesprechung an der die Mitglieder der Brückencrew teilnahmen, erfuhren sie von ihrem neuen Auftrag. Nichts außergewöhnliches. Ein eher ruhiger Routineauftrag. Alles war besser als an dieser Station angedockt zu sein und zum nichtstun verdammt zu sein. Sicher auf der Station würde man immer Ablenkung finden, aber sie war doch nicht zum Urlaub hier. Abgesehen davon befiel wenn sie zuviel Zeit hatte immer wieder ein gewisses Heimweh. Nicht das sie nicht versucht hätte sich einzuleben, aber die Begegnung auf der Station mit einem der Zivilisten der sie fast für eine Vulkanierin gehalten hätte, weil sie Föderationsuniform trug, schien ihr nur weiter zu verdeutlichen das sie nicht in diese Uniform passte. Die Reaktion des Mannes als er seinen Irrtum bemerkte hatte es auch nicht besser gemacht. Mit der Sozialisierung oder wie der Counselor das nannte, klappte es auch nicht so gut. Aber das war nicht das Problem. Sich mit T'Pel zum Schach spielen zu treffen reichte ihr eigentlich an Gesellschaft. Auf die Bekanntschaft von Männern wie Sebastiao konnte sie allerdings verzichten. So einsam konnte sie sich nie fühlen.

Die Stunden auf der Brücke zogen sich dahin. Sie konnten das Merica-System nur langsam durchfliegen und würden noch 10 Stunden brauchen bevor sie beschleunigen konnten zu ihren neuen Auftrag, der Kartographierung des Cala-Sektors. Es war ruhig auf der Brücke und der Captain ging ein paar Berichte durch. für S'anra gab es derzeit auch nicht viel zu tun. Kurs und Geschwindigkeit waren gesetzt und das Schiff flog von selbst. Das einzige was sie machen konnte war hin und wieder einen Blick auf die Sensoren zu werfen.

Der Doktor war gerade damit beschäftigt einen Lieutenant der Technik Abteilung zu behandeln. Der Vulkanier war laut der Aussage seines Kollegen an seiner Konsole zusammengebrochen. Besorgt beobachtete sie die Biowerte des Mannes. Schweiß glänzte auf dem Gesicht des Mannes. Sie hatte ihm ein Beruhigungsmittel gegeben und er schlief jetzt. Jetzt wartete sie nur auf das Ergebnis der Blutuntersuchung. Die erste Untersuchung hatte zumindest ausgeschlossen das es sich um das vulkanische Blutfieber handelte. Also keine biochemischen Nebenwirkungen des Pon'farr. Sie würde die Datenbank mit Hilfe der Symptome durchforsten was alles in Frage kommen würde. Wenn es sich hier allerdings um eine ansteckende Krankheit handeln würde, müsste sie den Erreger schnellstens identifizieren und ein Heilmittel finden oder nötigenfalls selbst entwickeln. Bevor noch mehr Crewmitglieder krank werden würden. Die Station müsste informiert werden falls bei ihnen auch Krankheitsfälle aufgetreten sind und eine Quarantäne verhängt werden. Aber sie hoffte das es nicht soweit kommen würde und sich am Ende herausstellte das es doch nicht so schlimm war und sie sich umsonst verrückt machte. "Doktor, ich habe das Ergebnis der Blutuntersuchung.", sagte Marjorie Carter und war zu ihr ans Biobett getreten. Yanas Edan sah fragend zu ihr. "Haben sie etwas gefunden ?" "Es ist ein Virus, eine vulkanische Blutkrankheit. Recht ansteckend, aber nicht tödlich. Wenn man kein Vulkanier oder Romulaner ist. Man hätte nur Symptome einer schweren Grippe, allerdings richtet dieser Virus bei einem vulkanischen Metabolismus viel mehr Schaden an und wäre unbehandelt tödlich. Diese Krankheit ist auf Vulkan eigentlich so gut wie ausgerottet und es gibt gute Medikamente und Impfstoffe dagegen. Ich frage mich wo das herkam.", berichtete die Ärztin mit Blick auf den schlafenden Vulkanier. "Er muss sich auf der Station angesteckt haben. Es verkehren viele Händler und Durchreisende auf der Station. Wenn der Virus für andere nicht tödlich ist, dann können sie durchaus Überträger sein oder? Wir sollten die Station informieren. Sie sagen das auch Romulaner krank werden können ? Ich vermute mal das diese Krankheit auf äußeren Randkolonien des Imperiums auftauchen könnte und noch nicht so ausgerottet ist wie auf Vulkan. Händler würden kaum bis zu den Kernwelten fliegen, aber vermutlich Kontakt zu den Außenwelten unterhalten und Handel treiben. Gut möglich das jemand den Virus von einer dieser Randwelten mitgebracht haben könnte."

S'anra war auf dem Weg zum Büro des Captains. Sie hatte ihn um eine Unterredung gebeten. Das Pad das sie bei sich trug schien schwer in ihrer Hand zu liegen. Enthielt es doch ihre Bitte um Versetzung zu der zukünftigen gemeinsamen Handelsstation an der Grenze zwischen dem Imperium und der Föderation. Natürlich war ihr klar das es noch eiine Weile brauchen würde, bis dort die ersten Offiziere einziehen konnten, aber sie wollte sich frühzeitig darum bemühen. Sie würde ihn bitten das Gesuch auch an die Romulanische Flotte weiterzugeben, die das letztlich entscheiden würde. Vor der Tür betätigte sie den Türmelder und versuchte ein aufkommmendes Schwindelgefühl zu ignorieren. Das ihr auch schlecht und heiß und kalt gleichzeitig war schrieb mehr ihrer Nervösität zu und versuchte sich nichts anmerken zu lassen.

Captain Leong sah zur Tür als das Signal des Türmelders erklang. Das musste Lt.jr. Aenikh sein. Sie hatte ihn um eine Unterredung gebeten. Er fragte sich worüber sie reden wollte. Die junge romulanische Navigatorin trat auf seine Aufforderung hin ein und salutierte wie es gewohnt war. Für ihn allerdings etwas ungewohnt. Täuschte er sich oder schien es ihr nicht besonders gut zu gehen ? Es war schwierig ihr etwas anzusehen, wenn auch die Beherrschung nicht so perfekt war wie die eines Vulkaniers. "Rühren, Lieutenant. Was kann ich für sie tun ?", fragte er.

"Captain, ich will mich um eine Versetzung zu der neu geplanten Grenzstation bewerben. Sehen sie, ich passe einfach nicht in diese Uniform. Aber auf dieser Station wird das Austauschprogramm doch auch weitergeführt und ich könnte dort wieder als Teil der romulanischen Flotte meinen Dienst verbringen. Sofern man mich dafür für geeignet hält.", antwortete sie. Ein neuerlicher Schwindelanfall schien sie für einen Moment zu überwältigen. Das bemerkte auch der Captain und sah sie besorgt an. "Ist ihnen nicht gut Lt?", fragte er und erhob sich aus seinem Sessel. Sie war ungewöhnlich blass, selbst für ihr Volk und er sah feine Schweißperlchen auf hrer Stirn. "Sir.. ich glaube..", stammelte S'anra stockend bevor schwarz vor Augen wurde. Das Pad fiel zu Boden und Captain Leong schaffte er gerade sie halbwegs aufzufangen, so das sie sich nicht verletzte. "Captain Leong an Krankenstation. Ich brauche ein Med-Team. Lt.jr. Aenikh ist ohnmächtig geworden."


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